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Der Wuxia-Film lief zuerst am 24. Oktober 2002 in den Kinos an und war auch kurz darauf im DVD Verleih erhältlich. Regie führte Zhang Yimou.
Macht und ihre Gegner
Im 3. Jhd. v. Chr. ist China ein gespaltenes Land. Das Kaiserreich besteht noch nicht, sieben Königreiche streiten um die Vorherrschaft im fernen Osten. Im Mittelpunkt dieses Konflikts steht der König von Qui (Chen Dao Ming). Er will nicht nur die Hegemonie seines Reiches, für ihn ist das einzige Ziel die Herrschaft über alle Völker Chinas. Als erster chinesischer Kaiser möchte er sie unter sich vereinigen, dieses Vorhaben findet jedoch nicht nur Freunde.
In den anderen Reichen sähen viele den König lieber tot als lebendig, insbesondere die drei Krieger Zerbrochenes Schwert (Tony Leung), Fliegender Schnee (Maggie Cheung) und Weiter Himmel (Donnie Yen). Der König sieht das und verspricht dem, der sie tötet, Macht, Reichtum und eine persönliche Audienz.
Zehn Jahre später taucht ein namenloser Krieger (Jet Li) am Hof des Königs auf. Er präsentiert dem Herrscher Quins die Waffen der Drei als Beweis dafür, dass er sie vernichtet hat.
Der König verlangt von dem Krieger eine Erklärung, und dieser beginnt zu erzählen.
Eifersucht, Lüge?
Der Namenlose schildert, dass er seit vielen Jahren die Kunst der Waffen studiere und schließlich Weiter Himmel im Kampf besiegte. Bei dem Liebespaar Zerbrochenes Schwert und Fliegender Schnee jedoch half Waffengewalt zunächst nicht weiter. Erst als der Krieger die Liebe durch Eifersucht geschwächt hatte, wurden sie verwundbar und fielen im Kampf mit dem Namenlosen.
Der König hält die Geschichte für glaubwürdig, dennoch ist er überzeugt, dass der Krieger lügt.
Dann nimmt die Handlung eine überraschende Wendung, als der König beginnt, seine eigene Sichtweise zu schildern. Und die ist eine ganz andere. Er glaubt dem Namenlosen nicht, dass er fähig war, Fliegender Schnee und Zerbrochenes Schwert in den Tod zu treiben. Alles rückt in ein unerwartetes Licht. Er ist überzeugt, dass die beiden sich geopfert haben, um dem Krieger ein Attentat auf den König zu ermöglichen. Denn nun, in der persönlichen Audienz, trennen ihn lediglich zehn Schritte von dem Herrscher.
Schließlich gesteht der Namenlose genau diese Absicht, doch zeigt sich, dass sie sich kurz zuvor geändert hat.
Das Wohl aller
Denn nur Weiter Himmel starb für den Tod des Königs. Die beiden anderen Krieger fanden den Tod durch ein anderes Problem: Fliegender Schnee zweifelte an der Liebe von Zerbrochenes Schwert und forderte ihn zum Zweikampf auf. Er ließ sich aus Liebe ohne Gegenwehr umbringen; als Fliegender Schnee das erkannte, sah sie als einzigen Ausweg den Suizid.
Für den namenlosen Krieger offenbarte sich in einer Kalligrafie, die Zerbrochenes Schwert zurückließ, eine ungewöhnliche Weltsicht. Dieser hatte nämlich bisher alles daran gesetzt, ihn von dem Attentat abzubringen. Er war überzeugt davon, dass das Wohl aller gegenüber dem Leid einzelner höhere Relevanz hat. So kann nur der König von Qui als chinesischer Kaiser den Krieg beenden und so dem Wohl aller dienen, indem er Frieden schafft. Diese Folgerung brachte den Namenlosen dazu, seine Meinung zu ändern.
Da die wahre Begebenheit nun enthüllt ist, fordert das bei der Audienz anwesende Volk die Hinrichtung des Kriegers, obwohl dieser den König nicht umgebracht hatte. Seine letzte Mahnung vor dem Tod ist, dass Tote den Frieden wünschen.
Cast
Mit seiner Regie machte sich Zhang Yimou alle Ehre, „Hero“ ist sein erster Martial-Arts-Film. Auch Jet Li als namenloser Krieger, Maggie Cheung als Fliegender Schnee, Tony Leung in der Rolle von Zerbrochenes Schwert und Donnie Yen als Weiter Himmel stellen eine souveräne Besetzung dar. In die Sicht des historisch relativ skrupellosen Königs von Qui versetzte sich Chen Daoming, für den Schauspieler war es ein Debüt auf internationaler Ebene.